Fahrradreisen

Plädoyer für die Reise mit dem Fahrrad

Ich empfehle jedem, auf dem Fahrrad die Welt zu entdecken: Man sieht mehr als aus dem Auto, ist schneller unterwegs als zu Fuß, muss nichts auf dem Rücken schleppen und hat trotzdem sein Gepäck dabei, es ist umweltfreundlich, gesund und preiswert. Am schönsten sind, so meine ich, lange Touren – also keine Kurztrips, bei denen die Räder täglich mit dem Auto zum Ausgangspunkt kutschiert werden.

Viele Leute ziehen Pensionen oder Hotels dem Übernachten im Zelt vor. Trotzdem möchte ich es empfehlen. Moderne Zelte Iso-Matten und Schlafsäcke sind bequem und leicht. Wer geschickt auswählt, muss für diese drei Teile lediglich zwei Kilogramm mehr aufladen.
Scheuen Sie sich nicht davor, allein zu fahren: Wer etwas aufgeschlossen ist, findet unterwegs schnell Kontakt zu anderen Menschen. Auf Campingplätzen sind häufig andere Radler, schnell ist man im Gespräch.

In meinem Buch „Fahrradfahren ultraleicht“ geht es nicht nur darum, Rad, Kleidung und Gepäck möglichst kompakt und leicht auszuwählen. Es gibt darin viele weitere Tipps, zum Beispiel zur Ergonomie. Ein Urlaub auf dem Rad macht nämlich nur Spaß, wenn man darauf gut sitzt.

Ich wünsche allen Radlern stets zwei Zentimeter Luft unter den Felgen!

Hier berichte ich nicht über alle längeren Radtouren, die ich bisher gemacht habe, das wäre mir zu zeitaufwändig. Unter anderem Namibia, Oman, Norwegen, Schweden, Frankreich, Japan, Chile, Argentinien und die USA hatte ich so erkundet.

Roland Schmellenkamp