Fahrradfahren ultraleicht

Mein erstes Buch  Fahrradfahren ultraleicht Material, Ausrüstung, Ergonomie erschien 2011. Wenn Sie auf den Titel klicken, können Sie es direkt bei Amazon bestellen.

Alternative: Ich schicke das Buch gern zum Ladenpreis portofrei zu, auf Wunsch mit Widmung. Einfach eine E-Mail an schmellenkamp ÄT aol.com mit der Angabe der Adresse und des Textes für die Widmung schicken.


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Zum Inhalt:

Urlaub mit dem Fahrrad und Campingausrüstung? Da schütteln viele den Kopf, sagen „Zu anstrengend mit dem schweren Gepäck!“. Grob überschlagen sind es mit Fahrrad und vollständiger Campingausrüstung rund 45 Kilo, die man pedalieren muss. Wer auf dem Rad reist, hat meist vorn Taschen angebracht, am Lenker, seitlich am Gepäckträger und obendrauf kommen weitere Taschen. Manche haben sogar einen Anhänger. Weil das Gepäck schwer ist, muss das Rad sehr stabil sein – und ist damit auch schwer. Steigungen werden zur Schinderei, aus der Tour eine Tortur.
Doch es geht anders. Weniger Taschen, weniger Gepäck, weniger Gewicht – und damit mehr Spaß. Das haben die Wanderer vor einigen Jahren vorgemacht: „Trekking ultraleicht“ ist das Stichwort (und das gleichnamige Buch von Stefan Dapprich vom Conrad-Stein-Verlag sehr empfehlenswert). Die Radreisenden können es nachmachen. Unter 12 statt 18 Kilo fürs komplett ausgestattete Rad sind möglich, 10 statt 18 Kilo für eine Campingausrüstung samt Zelt, Schlafsack, Kocher, Ersatzteilen und Kleidung. Wer in Herbergen übernachtet, kann sogar mit vier Kilo Gepäck auskommen.

Das niedrigere Gewicht hat viele Vorteile:
– Steigungen lassen sich einfacher bewältigen
– und lange Etappen schneller zurücklegen
– der Bremsweg wird kürzer und das Rad lässt sich präziser steuern. Fahren wird dadurch sicherer. Ohne Lenkradtasche gibt es eine bessere Sicht auf die Straße.
– weniger Reifenpannen, Speichen-, Felgen- und Rahmenschäden
– ein hohes Gewicht des fahrbereiten Rades samt Fahrer bedeutet, dass Bauteile besonders stabil und damit meist schwerer sein müssen – und umgekehrt.
– einfacher Transport in Autos und Bussen
– bei Flügen entfallen teure Übergepäck-Zuschläge
– falls Rad und Gepäck getragen oder geschoben werden müssen (Baumstämme auf dem Weg, unwegsames Gelände, Treppen insbesondere auf Bahnhöfen, starke Steigungen, bei Pannen)
– es gibt eine Gepäck-Reserve für Nahrungs- und Wasservorräte.
– es spart Zeit und man hat damit mehr von der Fahrt. Grund: wenig Gepäck ist schneller verstaut.
– bei Einkäufen kann das gesamte Gepäck im Einkaufswagen mitgenommen werden und ist damit vor Diebstahl sicher. Wenig Gepäck lässt sich auch zum Beispiel bei Museums- oder Cafébesuchen eher in eine sichere Ecke bei der Kasse stellen als ein halbes Dutzend große Taschen.

Und das Wichtigste: Mit wenig Gewicht unterwegs zu sein bedeutet mehr Freude an der Fahrt zu haben. Ein leichtes Rad macht nicht nur auf der Reise, sondern auch bei Tagestouren und im Alltag mehr Spaß. Einige Hersteller haben neben schweren Rädern mit Vollausstattung wie Federgabel, gefederte Sattelstütze, Kettenkasten und so weiter auch eine „leichte“ Produktserie im Programm – dazu im Buch mehr.

Dabei kostet „Radfahren ultraleicht“ nicht unbedingt mehr als die schwere Standard-Ausrüstung, manchmal sogar weniger: Bereits eine große Gewichtsreduzierung erreicht man durch eine geschickte Wahl der Teile. Manche Teile kosten jedoch etwa mehr als die üblicherweise verbauten.
Ein Beispiel – weitere folgen im Buch – sind Bremsen: Avid Single Digit V-Brakes samt Griffen statt der hydraulischen Felgenbremse Magura HS33 wiegen rund 300 Gramm weniger (je nach Anzahl der Brake-Booster und Leitungslänge mehr oder weniger). Die Avid-Kombination kostet mit Zügen rund 60 Euro, ist also 90 günstiger. Wählt man die superleichte Version „SL“ von Avid mit Titanschrauben, spart man weitere 70 Gramm. Die Griffe und Bremsen in „SL“-Variante kosten allerdings rund 90 Euro. Darauf werden wir noch häufig zurückkommen: Erst bei den letzten Gramm wird es teurer. Bei den Tipps wird auch mal über den üblichen Felgenrand geschaut – zum Beispiel bei Packtaschen.

Die Tipps und Tricks für die Umrüstung vorhandener Räder und den Neukauf erfahren Sie in diesem Buch – allein bei den Felgen und Reifen lässt sich oft über ein Kilo sparen. Und die Ratschläge bewahren vor teuren Fehlinvestitionen, denn die hat der Autor bereits gemacht.

Sich ein wenig mit dem Thema zu beschäftigen, schützt Sie vor Unannehmlichkeiten auf Touren. Worum es im Buch nämlich nicht geht: Extremer Leichtbau auf Kosten der Standfestigkeit. „Leicht“ bedeutet bei diesem Buch also, Rad und Ausrüstung so zu optimieren, dass sie für die persönlichen Belange möglichst leicht sind und trotzdem Defekte nicht zunehmen. Der Leser erfährt auch, wo man mit ein paar Gramm nicht geizen sollte. Und was ebenfalls nicht möglich ist: Ein konkretes Rad zu empfehlen – zu unterschiedlich sind die Ansprüche.  Aber das Buch wird bei der Entscheidung helfen.

Als Extra gibt es ein Kapitel zur Ergonomie: Leicht fährt man nämlich nur, wenn die Sitzposition stimmt!

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und danach noch mehr beim leichteren Radeln!

Roland Schmellenkamp

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Folgende Rezensionen sind erschienen:

Erschienen in "Radtouren" Heft 3 2011

Erschienen in "Aktiv Radfahren" Heft Juni 2011

 

Erschienen in der Tageszeitung "TZ" in München.

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