BVA Reiseführer zum Neckartal-Radweg

Die Radreiseführer von BVA haben in der Praxis einen wichtigen Vorteil: Alle Infos zur Route – also Karte und Streckenführung – sind auf der gleichen Seite. Das bedeutet: Man muss das Buch nicht ständig aus der Lenkertasche nehme und blättern, wenn man Informationen benötigt. Dazu wurden Schriftgrößen und Farben gewählt, die das Lesen erleichtern. Nach meiner Ansicht ist dies das beste Konzept auf dem Markt der deutschen Radreiseführer.

Wenn Sie auf den Titel oben klicken, können Sie es direkt bei Amazon bestellen. Wenn das über den Link oben geschieht und Sie vorher nicht eingeloggt waren, erhalte ich eine kleine Provision. Lieber ist mir allerdings, wenn Sie es im Buchhandel vor Ort kaufen – sonst gibt es die Geschäfte bald nicht mehr. Weitere Alternative: Ich schicke das Buch gern zum Ladenpreis portofrei zu, auf Wunsch mit Widmung. Einfach eine E-Mail an schmellenkamp ÄT aol.com mit der Angabe der Adresse und des Textes für die Widmung schicken.

Der Neckarradweg, auch Neckartal-Radweg genannt
Aus einem stillen Sumpfgebiet wird eine in Stein gefasste Quelle gespeist. Aus der entspringt ein glucksendes Bächlein, das zum plätschernden Bach und zum munteren Flüsschen wächst. Schließlich ist der Neckar zum ruhig dahingleitender Strom gewachsen, auf dem große Transportschiffe unterwegs sind. Der Fluss ist von seinen Ursprüngen bis zur Mündung im Rhein ein Wasserlauf, dem man auf dem 370 Kilometer langen Neckarradweg sozusagen beim Wachsen zusehen kann. Faszinierend!

Die Neckarquelle in Schwenningen: Aus einer Betonwand sprudelt Wasser.

Die Neckarquelle in Schwenningen: Aus einer Betonwand sprudelt Wasser.

Auch die Landschaft ändert sich: Das Flusstal wird mal enger, mal weiter. Selten verläuft der Radweg durch Wald, meist über Ackerflächen oder direkt am Fluss entlang. Und selbstverständlich durch Orte. Zu Anfang ist die Region am Wasserlauf eher dünn besiedelt. Dann liegen die Dörfer und Städtchen immer dichter beisammen – schließlich kommen das Ballungszentrum Stuttgart und die Großstadt Heilbronn. Dann folgt wieder ein dünner besiedelter Abschnitt mit kleineren Orten, die jedoch geschichtsträchtig sind. Oft stehen Burgen an den Hängen. Es folgt zum Abschluss der Kontrast zwischen dem von Touristen und Studenten geprägten Heidelberg am Rand des Schwarzwalds und Mannheim in der Rheinebene, das mit schachbrettartigen Straßen am Reissbrett entworfen wurde.

Das Wasserschloss Glatt ist mit einem kurzen Abstecher erreichbar.

Das Wasserschloss Glatt ist mit einem kurzen Abstecher erreichbar.

Der Neckarradweg ist eine Stecke der Kontraste, die man flott in sechs Tagen zurücklegen kann. Es empfiehlt sich jedoch, mindestens die doppelte Fahrzeit einzuplanen: Unterwegs gibt es nämlich viel zu besichtigen! Das sind häufig historische Innenstädte, in denen man auch stets gut und günstig essen kann. Weiter gibt es zahlreiche große und kleine Museen auf dem Weg. Allein im Mercedes-Benz-Museum kann man einen kurzweiligen Tag verbringen. Das gleiche gilt für den Schlossgarten von Stuttgart – und wer in Ludwigsburg die drei Schlösser und andere Sehenswürdigkeiten besichtigen möchte, sollte gleich zwei Tage Zwischenstop einplanen.

Lokale und Unterkünfte am Neckarradweg werden im Buch genannt, zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten und Museen werden Informationen unter anderem zu Öffnungszeiten geboten. Im BVA Radreiseführer Neckartal-Radweg gibt es Karten zur Route sowie bei wichtigen Orten Detailkarten zum Stadtkern.

Tübingen am Neckar ist für die Stocherkähne bekannt.

Tübingen am Neckar ist für die Stocherkähne bekannt.

Tipp bei schlechtem Wetter: Von vielen Orten am Neckar gibt es eine schnelle Bahnanbindung nach Stuttgart. Dort sind in der Nähe des Hauptbahnhofs viele Museen und ein Mineralbad – selbst bei einer ganzen Woche Regen wird es nicht langweilig. Empfehlenswert ist das Baden-Württemberg-Ticket der Bahn, es gilt einen ganzen Tag – auch für den Nahverkehr in der Stadt. Ab Rottweil gibt es bis zur Mündung entlang des Flusses eine Bahnlinie, man kann also auch andere Städte wie Mannheim oder Heildelberg so bequem per Zugfahrt besuchen, was den Vorteil hat, sich nicht ums Rad und Gepäck kümmern zu müssen.

Es bietet sich an, in Villingen zu starten, denn man sieht so auf demNeckartalradweg dem Fluss beim wachsen zu und die Beschreibungen in diesem Buch gelten für die Fahrtrichtung flussabwärts. Außerdem spart man sich so Höhenmeter: Ab Villingen bis Mündung in den Rhein muss man rund 1070 Meter Anstiege überwinden, umgekehrt sind es 1676 Höhenmeter. Wer von der Mündung zur Quelle des Neckars fahren möchte, sollte sich jedoch nicht abschrecken lassen – letztlich sind es nur knapp zwei Meter Anstieg mehr pro Kilometer. Wer nach Villingen fährt, kann einige Kilometer bis Donaueschingen radeln und dann mit dem Donauradweg beginnen – auch zu diesem habe ich ein Buch bei BVA veröffentlicht.

In Neckarsulm gibt es ein Museum für die Auto- und Motorradmarke NSU samt kleiner Fahradabteilung.

In Neckarsulm gibt es ein Museum für die Auto- und Motorradmarke NSU samt kleiner Fahrradabteilung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.