BVA Reiseführer zum Bodensee-Radweg

Die Radreiseführer von BVA haben in der Praxis einen wichtigen Vorteil: Alle Infos zur Route – also Karte und Streckenführung – sind auf der gleichen Seite. Das bedeutet: Man muss das Buch nicht ständig aus der Lenkertasche nehme und blättern, wenn man Informationen benötigt. Dazu wurden Schriftgrößen und Farben gewählt, die das Lesen erleichtern. Nach meiner Ansicht ist dies das beste Konzept auf dem Markt der deutschen Radreiseführer.

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Der Bodensee-Radweg

Was ist das Schönste am Bodensee? Eindeutige Antwort: Das Panorama! Die Blicke aufs Wasser, Inseln, Städtchen am Ufer und bei guter Sicht die majestätischen Alpen in Österreich und der Schweiz. Höhepunkte auf der gut 260 Kilometer langen Stecke sind interessante Städte wie Konstanz, Überlingen, Meersburg, die Insel Lindau, Bregenz, Stein, Schaffhausen und die Blumeninsel Mainau. Ein Kuriosum: Vermutlich ist der Rundweg die einzige Strecke in Deutschland, bei dem Radler unter einem Rathaus hindurchfahren – dies in Hagnau am Nordufer.

Bodensee

Blick vom Hafen in Konstanz auf eine Regatta.

Was als Bodensee bezeichnet wird, sind eigentlich zwei Seen: Der Untersee westlich von Konstanz ist mit dem vier Kilometer langen Seerhein mit dem Obersee verbunden, dieser ist der eigentliche Bodensee. Die fingerähnliche Ausbuchung nordwestlich wird als Überlinger See bezeichnet. Die gesamte Fläche beträgt 536 Quadratkilometer, der größte Tiefe 254 Meter. Weitere Zahlen: Von den 273 Kilometern Ufer liegen 28 in Österreich und 72 in der Schweiz. Der See entstand in der Eiszeit durch den Rheingletscher. Seitdem füllen Sedimente die Tiefen, sie gelangen durch die Flüsse hinein. Gut erkennbar ist dies an der  Mündung des Alpenrheins, sein Strom ist deutlich gefärbt. Der Bodensee hat eine sehr gute Wasserqualität, darin leben unter anderem Felchen, die Fische werden in den Lokalen am See serviert. In der Region wird viel Obst angebaut, vor allem Äpfel. Außerdem gibt es viele Reben.

Bodensee

Stahlseil-Hängebrücke über den Fluß Argen wenige Kilometer von Lindau entfernt.

Die Ufer sind und waren für Siedlungen attraktiv. Bereits vor rund 6000 Jahren lebten dort Menschen, was durch Funde belegt wurde. Ungewöhnlich sind Pfahlbauten, die in Ufernähe im Wasser standen. Reste gibt es an einigen Stellen im See, beim Pfahlbaumuseum Unteruhldingen wurde eine Siedlung mit 23 Häusern rekonstruiert.
Zur Strecke: Allzu viel Kondition muss man für den Bodensee-Rundweg nicht haben. Bis auf eine kurze Passage bei Dettingen am Überlinger See gibt es keine nennenswerten längeren Steigungen – insgesamt sind es rund 1200 Höhenmeter. Allerdings müssen Radler oft kurze steile Anstiege überwinden.

Für Kinder ist die Strecke gut geeignet. Die Wege sind durchweg sehr gut, eine schmale Bereifung ist ausreichend, breite Reifen bieten jedoch mehr Komfort. Die Beschilderung ist in beide Richtungen sehr gut, an einigen Stellen gibt es Alternativstrecken – sie sind im Buch beschrieben.

Bodensee

Am Ufer gibt es zahlreiche alte Städtchen.

Der Rundweg ist sehr beliebt, jährlich sind dort über 200 000 Radler unterwegs. Wer kann, sollte Urlaubsmonate und Wochenenden vermeiden. Außerdem kann es im Hochsommer heiß werden, dann gibt es häufig Gewitter. Im Herbst liegt oft Nebel über dem Wasser und der Uferregion. Idealerweise startet man an einem Montag von Ende April bis Mitte Juni.  Und dies bitte im Uhrzeigersinn, denn dann ist man eher in Seenähe unterwegs. Wer in Gegenrichtung fährt, hat oft eine Autostraße zwischen See und Radweg. Sturmwarnungen sollte man ernst nehmen, rund um den See sind orangefarbene Blinklichter installiert. Es kann dann auch plötzliche Böen geben. Auf dem Bodensee-Radweg sind viele Radler unterwegs – manche schnell, andere langsam -, Jogger, Inlineskater sowie Fußgänger. Außerdem gibt es oft Gegenverkehr. Deshalb der Hinweis: Fahren Sie vorsichtig! Empfehlenswert ist auch ein Rückspiegel – womöglich möchte ein schneller Radler überholen, wenn man selbst gerade einen Schlenker plant, um einem Fußgänger auszuweichen.

Bodensee

Zahlreiche historische Gebäude und Denkmale stehen in den Orten.

In Österreich ist der Euro Zahlungsmittel, in der Schweiz kann man überall mit Euro bezahlen, erhält jedoch Euro als Wechselgeld zurück. Wer nach dem Schweizer Abschnitt noch Kleingeld hat, kann damit auch an den anderen Seeufern bezahlen – oder die Münzen als Trinkgeld verwenden. Das Preisniveau ist direkt am See höher als im Umland und am Ufer der Schweiz am höchsten. Übernachtungsmöglichkeiten sind reichlich vorhanden, die individuellen Etappenlängen sind deshalb auch nicht davon abhängig. Wer zelten möchte, kann dies auf 60 Campingplätzen tun.

Bodensee

Zeppelin-Brunnen in Friedrichshafen.

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